<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
    <teiHeader>
        <fileDesc>
            <titleStmt>
                <title>StadtASG Missive, Nr. 412</title>            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Stadtarchiv und Vadianische Sammlung der Ortsbürgergemeinde St. Gallen</publisher>
            </publicationStmt>
            <notesStmt><note><p>Entwurf. Unbekannter Empfänger.</p></note></notesStmt>
                        <sourceDesc>
                <msDesc type="missiv">                    <msIdentifier>
                        <idno>StadtASG Missive_412_839/840</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <objectDesc>
                            <supportDesc>
                                <support>Papier</support>
                            </supportDesc>
                        </objectDesc>
                    </physDesc>
                </msDesc>
                            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <profileDesc>
            <abstract>
                <p>Bürgermeister und Rat zu St. Gallen bitten den Empfänger, ein Fürst, dafür zu sorgen, das dem St. Galler Bürger Heinrich Lehmann, genannt Vogelwaider, welchem im Land von Graf Bernhard von Schomburg 17 Pferde mitsamt zwei neuen Sätteln, eine Armbrust, eine Tasche, ein goldener Ring sowie Gold und Silber weggenommen wurden, als er von Österreich nach Hause reiste, diese Dinge zurückgegeben werden, wie der Empfänger es den eidgenössischen Ratsboten versprochen hat. Die St. Galler bitten um eine schriftliche Antwort mit dem Boten.</p>            </abstract>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>            </langUsage>
            <textClass>
                <keywords>
<term ref="stadtasg-keywords-43">Reise</term>
<term ref="stadtasg-keywords-495">Hab und Gut</term>
<term ref="stadtasg-keywords-526">Ratsbote</term>
<term ref="stadtasg-keywords-17">Schriftliche Antwort</term>
<term ref="stadtasg-keywords-9">Bote</term>
<term ref="stadtasg-keywords-163">Pferd</term>
<term ref="stadtasg-keywords-278">Graf</term>
<term ref="stadtasg-keywords-525">Gulden</term>
<term ref="stadtasg-keywords-106">Diebstahl</term>
<term ref="stadtasg-keywords-275">Fürst</term>
<term ref="stadtasg-keywords-171">Silber</term>
                </keywords>
            </textClass>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <!-- absender kann natuerlich auch mit orgName getaggt sein -->
                    <orgName ref="stadtasg-actors-148">Bürgermeister und Rat zu St. Gallen</orgName><placeName ref="stadtasg-places-38">St. Gallen</placeName>                    <date>1473-06-25</date>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="stadtasg-actors-603">NN</persName>               </correspAction>
            </correspDesc>
        </profileDesc>
        <revisionDesc>
            <!-- eg. open, done, approved -->
            <change type="transcription" status="approved">
                <persName>tb</persName>
                <date>2021-08-25</date>
            </change>
            <change type="tagging" status="done">
                <persName>am</persName>
                <date>2024-10-21</date>
            </change>
        </revisionDesc>

    </teiHeader>
    <text>
        <body>
            <pb facs="StadtASG_Missive_412_839.JPG" n="1"/>
<p>
<lb n="1"/>Durchlüchtiger hochgeborner fürst sonder gnaediger herre
<lb n="2"/>üwern fürstlichen gnaden syent unser undertaenig
<lb n="3"/>willig dienst und waz wir eren liebs und guotz vermoegen zuo vor
<lb n="4"/>an berait. Gnaediger herre, als wir denn vormalß üwern fürstlichen
<lb n="5"/>gnaden von unsers burgers <persName ref="stadtasg-actors-763">Hainrich Lenmans</persName>, so man nempt <persName ref="stadtasg-actors-763">Vogel
<lb break="no" n="6"/>waider</persName>, geschriben haben, wie der mit sampt andern sins gewerben
<lb n="7"/>von <placeName ref="stadtasg-places-91">Oesterich</placeName> komen, in willen haimzuoziechen, so syen inen by <placeName ref="stadtasg-places-260">Baer
<lb break="no" n="8"/>bach</placeName> in der graven von <placeName ref="stadtasg-places-259">Schomburg</placeName> land sybenzechen pfaerdt
<lb n="9"/>genomen und im darunder ain graw und ain rot schimel mitsampt
<lb n="10"/>zwaien nüwen saetteln, ainer armbrost, ainer taeschen und darinn
<lb n="11"/>ain gulden ringg und an silber und an gold, das im lieber waer denn zway
<lb n="12"/>hundert ungerischer guldin, und soeliches allen komen und gemaine
<lb n="13"/>sag, das grauff <persName ref="stadtasg-actors-764">Bernhart von Schomburg</persName> nit abred, daz soelich
<lb n="14"/>uffhebung durch inn ald in sinem namen beschehen sye etc.
<lb n="15"/>Uff das wir üwer fürstlich gebetten, mit demselben grauff <persName ref="stadtasg-actors-764">Bern
<lb break="no" n="16"/>harten</persName>, oder an wem das gelegen sye, zeverschaffen und daran zuosind,
<lb n="17"/>das dem unsern sin hab und guot anverziechen och onengaltnusß
<lb n="18"/>ledig gelaussen und bekert wurden. Üwer fürstlich gnad daruff
<lb n="19"/>gemainer aidgnossen rautzfründen in geschrifft gnaedigen willen
<lb n="20"/>mit antwurt erzaigt, das wir mit guotem willen von den unsern
<lb n="21"/>wegen in aller gebürlichait zuoverdienen willig sin woellend, und
<lb n="22"/>wie die sach vormalß an graff <persName ref="stadtasg-actors-764">Bernharten</persName> gezogen ist durch
<lb n="23"/>unrecht berichtung des toffnamens misßschriben und also
<lb n="24"/>uff graff <persName ref="stadtasg-actors-766">Wolffgangen von Schomburg</persName> ergangen zuoverstaend,
<lb n="25"/>der üwer fürstlichen gnaden diener und in pfleg ampt ver
<lb break="no" n="26"/>pflicht ist. Hierumb so bitten wir üwer fürstlichen gnad
<lb n="27"/>mit undertaenigem und ernstlichem flizze, die wil die ding von
<lb n="28"/>üwer fürstlichen gnaden diener und amptman, graff <persName ref="stadtasg-actors-766">Wolff
<lb break="no" n="29"/>gangen von Schomburg</persName>, oder den sinen beschechen, wir ouch
<lb n="30"/>vernemen, das der unser bericht sye, daz die zway pfaerdt,
<lb n="31"/>so sin sind, in graff <persName ref="stadtasg-actors-764">Bernhartz</persName> stall sollen stan zuo nüwen huff gemutzt und andast gebrendt syen worden, mit im
<lb n="32"/>fürderlich zuoverschaffen und daran zuo sind, damit unserm
<lb n="33"/>burger <persName ref="stadtasg-actors-763">Hainrichen Lenman</persName> sin hab und guot unongaltnusß
<pb facs="StadtASG_Missive_412_840.JPG" n="2"/>
<lb n="34"/>ledig gelaussen und bekert werde, des wir uff üwerm
<lb n="35"/>vorig gnaedig antwurt gemainen aidgnossen rautzfründen gegeben, ain unzwiffenliche hoffnung zuo
<lb n="36"/>üwern gnaden haben, das es bescheche. Das begeren
<lb n="37"/>wir umb dieselben üwer fürstlichen gnad, wa sich das
<lb n="38"/>begeben wurdet, dienstlich undertaeniklich und mit willen
<lb n="39"/>zuo verdienen, und begerend daruff
<lb n="40"/>üwer gnaedig verschriben antwurt by dem botten.
<lb n="41"/>Geben uff <origDate when="1473-06-25">frytag nach sant Johans tag baptiste
<lb n="42"/>anno domini etc. LXXIIIo</origDate>.
<lb n="43"/><orgName ref="stadtasg-actors-148" role="issuer">Burgermaister und raut
<lb n="44"/>der statt zuo Santgallen</orgName>.
</p>
        </body>
    </text>
</TEI>